Der Kampf der beiden Wölfe

Von Eveline Bugajski, MA., BA.  ·  28. Mai 2026

Die Geschichte von den zwei Wölfen1

Eines Abends sitzt ein alter Cherokee-Indianer mit seinem Sohn am Lagerfeuer. Schweigend betrachten sie die züngelnden Flammen, als der alte Indianer plötzlich das Wort ergreift: „Weißt du, mein Sohn, wir Menschen tragen zwei Wölfe in unseren Herzen. Wir alle. Und zwischen diesen zwei Wölfen tobt ein Kampf…“

Er hebt den Kopf, sein Blick schweift in die Ferne. Erwartungsvoll schaut der Junge seinen Vater an: „Erzähl weiter, Papa.“

„Nun ja, mein Sohn: Der eine Wolf ist schwarz. Er verkörpert die Schattenseiten des Lebens: Neid und Hass, Missgunst und Gier, Lügen und Schuld, Krankheit und Schmerz.

Der andere Wolf ist weiß. Er steht für alles Gute im Leben: Für Liebe und Zuneigung, Friede und Hoffnung, Dankbarkeit und Güte, für Tugend, Glaube und Mitgefühl.

Seit Menschengedenken wüten diese zwei Wölfe in unseren Herzen…“

Der Blick des alten Cherokee gleitet wieder in die Ferne. Sein Sohn ist nachdenklich geworden. Nach einer Weile fragt er seinen Vater:

„Papa, welcher Wolf gewinnt? Der schwarze Wolf – oder der weiße Wolf?“

Der Vater wendet ihm bedächtig den Kopf zu. In seinen tiefschwarzen Augen funkeln die Sterne, und er schmunzelt: „Mein Sohn, es ist ganz leicht: Den, den du fütterst.“

1Zit. www.achtsamkeitswerkstatt.de

Methoden zur positiven Ausrichtung

Wir alle haben die Wahl, unsere Gedanken und Handlungen in eine positive liebevolle oder in eine negative angst- und stressbehaftete Richtung zu lenken. Jeder einzelne Tag ist wertvoll, denn wir sind, was wir entscheiden jeden einzelnen Tag zu tun. Umso mehr lohnt es sich, die Aufmerksamkeit auf das Leben zu lenken, das wir erschaffen wollen und weniger Fokus auf das zu legen, das wir nicht wollen.

Neben dem Vision Board ist ein Dankbarkeitstagebuch eine effektive Methode, um sich auf Positives auszurichten. Dabei kann man, am besten täglich, drei Dinge aufschreiben, für die man von Herzen dankbar ist. Es reichen schon Kleinigkeiten, wie ein guter Morgenkaffee oder ein schöner Spaziergang.

Ergänzen kann man das Dankbarkeitstagebuch mit einem persönlichen Erfolgstagebuch. Auch hier reichen kleine Erfolge, wie das Aufräumen der Wohnung oder die Erledigung einer aufgeschobenen Tätigkeit.

Ein weiteres effektives Tool zur positiven Ausrichtung sind Affirmationen. Dies sind positive, stärkende Sätze, die wir uns aufsagen oder anhören. Langfristig angewendet helfen sie uns, unser Selbstvertrauen zu stärken, unsere Motivation anzuheben und unsere Ziele zu erreichen. Dabei ist die regelmäßige Wiederholung entscheidend, da unser Gehirn sie somit ins Unterbewusstsein übernimmt.

Um chaotischen Gedanken und Verwirrung vorzubeugen, hilft es oftmals, Struktur in den Alltag zu bringen. Beispielsweise mit To-Do-Listen, in der die anstehenden Aufgaben je nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zeitlich gereiht werden. Dies kann auch dabei unterstützen, sich einen Überblick zu verschaffen und Unwichtiges zu verschieben, um Überforderung und Stress zu vermeiden.

Eine bewährte Methode, um Grübeln und Gedankenkreisen zu umgehen, ist ein gedankliches STOPP-Schild. Dabei kann man sich bei jedem destruktiven Gedanken, der es nicht wert ist, weiterverfolgt zu werden, ein Stopp-Schild in Gedanken vorstellen -so lange, bis der Gedanke nachlässt


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