Freitagabend: Vom „Funktionieren“ zum „Sein“

Von Eveline Bugajski, MA., BA.  ·  15. Mai 2026

Der Freitag trägt oft eine ganz besondere Energie in sich. Für viele von uns ist er die Ziellinie einer langen Woche, geprägt von To-do-Listen, Terminen und Erwartungen. Doch oft passiert etwas Paradoxes: Sobald die Arbeit getan ist, fällt es uns schwer, den „An-Schalter“ für die Erholung zu finden.
„Haben Sie sich schon einmal dabei ertappt, wie Sie am Freitagabend erschöpft auf dem Sofa sitzen und gedanklich schon den Montag planen?“
Den Übergang bewusst gestalten

In der Therapie sprechen wir oft von Schwellenmomenten. Der Übergang vom Arbeitsmodus in die Freizeit ist genau so eine Schwelle. Hier sind drei kleine Impulse für Ihren heutigen Feierabend:

Das „Brain Dump“ Ritual:
Schreiben Sie alles auf, was noch im Kopf herumgeistert, um es bis Montag loszulassen.
Körperlicher Check-in: Wo im Körper sitzt die Woche noch? Atmen Sie tief ein und lassen Sie bewusst locker.
Vom „Müssen“ zum „Dürfen“: Ersetzen Sie Druck-Sätze durch achtsame Formulierungen (z.B. „Ich nehme mir jetzt Zeit zum Essen“).

Ein sanftes Wochenende

Wochenenden müssen nicht produktiv sein. Sie sind dafür da, Ihre Akkus auf die Weise zu füllen, die sich für Sie richtig anfühlt.

Reflexion für heute: Was ist die eine Sache, die Ihnen heute Abend wirklich gut tun würde – ganz ohne Leistungsgedanken?


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